Rabattretter

Der Schadensfreiheitsrabatt ist Autofahrern heilig, insbesondere, wenn sie über Jahre hinweg unfallfrei geblieben sind und von der Kfz-Versicherung entsprechend günstig eingestuft werden. Wer 25 Jahre lang keinen Schaden gemeldet hat, kann sich besonders glücklich schätzen. Zum einen, weil es normalerweise – rein statistisch – bei jedem Autofahrer alle zwölf Jahre kracht. Zum anderen, weil viele Assekuranzen in den Verträgen für die Autoversicherung einen weißen Ritter in glänzender Rüstung vorsehen, sobald die Schadensfreiheitsklasse 25 erreicht wurde: den Rabattretter. Wenn der Kunde dann doch einmal zum Hörer greifen und ein Missgeschick beichten muss, bleibt ihm zumindest der Rabatt erhalten und er muss keinen höhere Beitrag fürchten.

Rabattretter inklusive ab SF-Klasse 25

Der Rabattretter schützt zwar nicht vor einer Rückstufung in der SF-Klasse, wohl aber den Schadenfreiheitsrabtt und damit die liebgewonnen Prozente. Das macht sich finanziell durchaus bemerkbar, wenn es bei einem Schaden bleibt. Sieht die Kfz-Versicherung bei Schadensklasse 25 einen Beitragssatz von 30 Prozent vor und kostet die Police rund 400 Euro im Jahr, würde eine Rückstufung auf 45 Prozent den Vertrag deutlich teurer machen. Zu Buche stünden dann knapp 600 Euro. Um wieder den alten Status quo zu erlagen, müsste man ein paar Jahre warten. Genau das soll der Rabattretter vermeiden. In gewisser Hinsicht kann man ihn als Belohnung für Versicherte ansehen, die über ein Vierteljahrhundert nie eine Leistung in Anspruch genommen haben.

Die Unterschiede zum Rabattschutz

Um in den Genuss des kostenlosen Rabattretters zu kommen, ist die höchste Schadensfreiheitsklasse Pflicht. Vorher gibt es nur die Alternative des Rabattschutzes, der nicht mit dem „Retter“ verwechselt werden darf. Denn der Rabattschutz ist kostenpflichtig und wird mit einem rund 15-prozentigen Beitragsaufschlag in Rechnung gestellt. Dafür bleibt die SF-Klasse samt Schadenfreiheitsrabatt nach einem Schaden gleich. Teils sind auch mehrere „Freischüsse“ möglich. Auch hier setzen die Unternehmen voraus, dass sich der Kunde bereits als sicherer Fahrer erwiesen hat. Um den Rabattschutz vereinbaren zu können, muss der Kunde in der Regel in Schadensfreiheitsklasse 4 oder besser eingestuft sein. Ob es sich lohnt, für den Schutz mehr zu bezahlen, ist ein Rechenexempel. Beim Rabattretter ist das nicht nötig: Ihn gibt´s bei den meisten Unternehmen automatisch.