Kfz abmelden

Wenn der Lack ab ist und das Auto die besten Tage hinter sich hat, fährt die Karosse entweder geradewegs in die Schrottpresse oder wird für ein paar Euro verkauft. Die dritte Alternative: Wer sich gar nicht von dem Gefährt trennen oder es noch einmal aufbereiten möchte, stellt den Wagen auf unbestimmte Zeit in die Garage. Gleich welchen Weg das Fahrzeug einschlägt, ist es ratsam, das Auto abzumelden. Dadurch spart man sich die Kfz-Versicherung und die Kfz-Steuer. Dafür reicht der Gang zur Zulassungsstelle.

Kfz außer Betrieb setzen

Natürlich lässt sich die deutsche Bürokratie viele Wortschöpfungen einfallen, so lautet eben die offizielle Beschreibung für “Kfz abmelden” eben “Kfz außer Betrieb setzen”. Dabei wird noch unterschieden zwischen “vorläufig außer Betrieb setzen” (früher Kfz Stilllegung) und “endgültig außer Betrieb setzen”.

Papiere für die Abmeldung

Das Kfz abzumelden ist relativ einfach. Die Behörde verlangt für diesen Vorgang die Zulassungsbescheinigungen I und II (Fahrzeugschein und -brief), die Kennzeichen sowie eine Bearbeitungsgebühr. Dabei gilt eine Neuerung: War es vorher möglich, das Auto endgültig abzumelden oder vorübergehend stillzulegen, erfolgt seit März 2007 eine Außerbetriebnahme für bis zu 7 Jahre. Verstreicht diese Frist, sind die Fahrzeugpapiere ungültig. Möchte man das Auto später erneut anmelden, werden die Unterlagen – kostenpflichtig, versteht sich – neu ausgestellt. Ist das Auto längst in der Presse gelandet oder steht es kurz davor, zu einem handlichen Würfel verarbeitet zu werden, benötigt man einen Verwertungsnachweis von einem zertifizierten Betrieb. In dem Fall kann das Fahrzeug wie gewohnt endgültig abgemeldet werden.

Besonderheiten beim Autoverkauf

Bei einem Verkauf sollte darauf geachtet werden, dass sich der neue Besitzer um die Um- oder Abmeldung kümmert. Dazu gibt es eigens Vorlagen von den Assekuranzen, um auf Nummer sicher zu gehen. Anderenfalls besteht die Gefahr, dass der neue Inhaber bis zum Jahresende mit dem Versicherungsschutz des Vorbesitzers unterwegs ist. Das bringt im Schadensfall enorme Probleme mit sich. Deshalb ist es besser, bei einem Fahrzeugverkauf zuvor das Auto außer Betrieb zu setzen, damit sich der Käufer gleich um die korrekte Anmeldung und Kfz-Versicherung kümmert.

Kfz-Versicherung und Finanzamt

Von der Abmeldung oder Außerbetriebnahme werden sowohl die Kfz-Versicherung als auch das Finanzamt automatisch in Kenntnis gesetzt. Die Zulassungsstelle leitet die entsprechenden Schritte ein. Damit die Assekuranz bereits vorab informiert ist, kann es nicht schaden, selbst aktiv zu werden und den Verkauf bzw. die Verschrottung des Fahrzeugs anzukündigen. Nötig ist es nicht, denn die Zulassungsstellen und die Kfz-Versicherer arbeiten eng zusammen – nicht nur bei der elektronischen Versicherungsbestätigung (eVB). Die Behörde wird zum Beispiel auch darüber informiert, wenn ein Kunde mit den Beiträgen in Verzug gerät und der Versicherungsschutz auf der Kippe steht. Scheitern die Versuche, die Prämie einzutreiben, erfolgt die Zwangsstilllegung bzw. Zwangsabmeldung.